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Rückblick: Workshop Design Thinking beim LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V.

27.07.2015

Die meisten Unternehmen lösen Probleme, wie sie sie schon immer gelöst haben. Warum auch neue Ansätze ausprobieren, wenn Altbewährtes immer funktioniert hat? Auf diese Weise werden jedoch keine Innovationen generiert und die eigentlichen Bedürfnisse der Kunden geraten oft aus den Augen. „Design Thinking“ setzt genau an diesem Punkt an und versucht, die Lücke zwischen Unternehmen und Kunden zu schließen.

Diese innovative Methode stellte Florian Müller, Design Thinking Trainer bei projektUP! aus Leipzig, den Aktiven Mitgliedern des LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. Ende Juni in einem kreativen Workshop vor. Dabei wurde der Arbeitsprozess des Design Thinking von den Mitgliedern auf die Gestaltung des 11. LPRS>>Forums am 20./21. Mai 2016 angewendet. Die Förderung von Kreativität und innovativen Ideen steht bei der Methode im Mittelpunkt. Zunächst wurden jedoch kommunikative Regeln festgelegt: „Es gibt keine schlechten Ideen“, „Fehler sind erwünscht“ und „Kritik ist verboten.“

Den Problemraum erkunden

Nach einer thematischen Einführung in das Design Thinking, bei der Florian Müller anhand von Airbnb und dem Carsharing-Konzept Audi unite aufzeigte, zu welchen Erfolgen die Methode führen kann, folgte die praktische Umsetzung durch die Aktiven Mitglieder. Als Erstes musste der Problemraum des Projektes definiert werden. Dabei ging es darum, das Problem zu verstehen und den eigenen Standpunkt festzulegen. Welche Bedeutung hat das LPRS>>Forum? Diese Frage war der Ausgangspunkt dieser ersten Phase. Die Aktiven Mitglieder, eingeteilt in zwei Gruppen, erstellten mit zahlreichen Post-its, Markern und viel Kreativität farbige Mindmaps, in denen sie ihre Assoziationen zum Forum darstellten. In einem zweiten Schritt stand ein zweites zentrales Prinzip des Design Thinking im Mittelpunkt: Empathie. Die Workshop-Teilnehmer sollten sich in die Forumsgäste hineinversetzten und deren Wünsche, Erwartungen und Erfahrungen erkunden. Schließlich wurden die ersten beiden Schritte kombiniert, um verschiedene und vielleicht auch neue Perspektiven auf das Forum zu gewinnen. Dabei entwickelten die Teilnehmer prototypische Charaktere für diverse Forumsteilnehmer, um ausgehend von deren Charaktereigenschaften spezifische Bedürfnisse abzuleiten.

Die Idee visualisieren

Zu Beginn des zweiten Teils am Samstag wurden Ideen visualisiert. Die Herangehensweisen der beiden Gruppen waren unterschiedlich: Während eine Gruppe in bunten Clustern ihre Ideen für die Gestaltung der Einladungen strukturierte, skizzierte das andere Team Vorschläge für den Ablauf des Forums auf zahlreichen Plakaten. Anschließend entwarfen beide Gruppen einen Prototyp ihrer Gestaltungsidee für das 11. LPRS>>Forum 2016. Der Prototyp entstand aus einer emphatischen Analyse der Teilnehmerbedürfnisse, die am Freitag erarbeitet wurden. Bei der Ergebnispräsentation gab es erneut keine Einschränkungen, um die eigenen Ideen zu veranschaulichen: Ein Team wählte etwa die Form eines kleinen Theaterstücks, die zweite Gruppe stellte ihre Ideen in mehreren Videos dar.

Kreative Ideenfindung für zukünftige Veranstaltungen

Die in diesen zwei Tagen entstandenen Ergebnisse zeigen, was die Methode Design Thinking bewirken kann. Sie ermöglicht durch ihre Offenheit für Ideen, neue Lösungswege zu erkunden, fernab von eingefahrenen Routinen und kritischen Kommentaren. Diese Methode hat sich innerhalb des Workshops für die zukünftige Verwendung bei der Planung von Veranstaltungen empfohlen. Denn durch sie können Ideenfindungsprozesse kreativer und innovativer gestaltet werden. Design Thinking ermöglicht das Auffinden völlig neuer Aspekte, die bei klassischen Konzepten nicht berücksichtigt werden. Auf diesem Wege sind schon ein Jahr im Voraus Ideen entstanden, die einen wichtigen Ausgangspunkt für die weitere Planung des kommenden Forums darstellen.

Diese Rückschau wurde von Julia Sophie Justus verfasst. Sie ist Bachelorstudentin der Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Leipzig und Aktives Mitglied des LPRS e.V.

Informationen zu offenen Design Thinking Workshops finden Sie hier: http://design-thinking-workshop.org

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